Haus Schulenburg 11 klein      Haus Schulenburg Schädlich 5

Der Geraer Industrielle Paul Schulenburg beauftragte 1913 den belgischen Architekten Henry van de Velde ein Wohnhaus für ihn und seine Familie zu bauen. Van de Velde schuf mit der Villa, ihrer Inneneinrichtung und dem Garten ein Gesamtkunstwerk von internationaler Bedeutung. Die Villa beherbergt heute ein Museum mit einer weltweit bedeutenden Sammlung von Buchgestaltungen, Veröffentlichungen, originalen Möbeln, Stoffmustern sowie Kunst aus dem geistigen Umfeld Van de Veldes.

Aktuelle Ausstellungen: "
"Thilo Schoder" 14.10.2018-15.01.2019
"Nachfolger des Bauhauses" bis 15.02.2019

 Öffnungszeiten:
April bis Oktober
Montag - Freitag: 10 - 17 Uhr
Samstag, Sonntag, Feiertag: 14 - 17 Uhr

November bis März
Montag bis Freitag: 10 - 16 Uhr
Samstag, Sonntag, Feiertag: 14 - 16:30 Uhr

 Eintritt: 7 € pro Person

Führungen mit einem zertifizierten Gästeführer:
Sonntag, 29.07.2018
Sonntag, 26.08.2018
Sonntag, 23.09.2018
Mittwoch, 03.10.2018
Sonntag, 28.10.2018
Mittwoch, 31.10.2018

Die Führungen beginnen jeweils um 14 Uhr am Eingang des Hauses (Straße des Friedens 120) und kosten 9 € pro Person.

Die Gera-Information bittet um Voranmeldung unter Tel: 0365 838 11 11 oder per Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 

 

 

Museum für Naturkunde Gera 4 kleinNaturkundemuseum

Das Museum für Naturkunde befindet sich im ältesten erhaltenen Bürgerhaus der Stadt Gera, im sogenannten "Schreiberschen Haus". Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude hatte eine wechselvolle Geschichte. 1686/88 wurde es auf der Brandstätte eines mittelalterlichen Burggutes errichtet. Von 1716 bis 1847 im Besitz der Kauf- und Handelsherren Schreiber, überstand es als einziges Wohngebäude innerhalb der Altstadt den größten Brand von Gera 1780. 1847 ging das "Schreibersche Haus" in den Besitz der Stadt über und beherbergte bis 1855 das Stadtgericht. Danach wurde es wieder privat genutzt, und erst seit 1947 dient es als Museum.

Im Erdgeschoss finden wechselnde Sonderausstellungen statt.

In der ersten Etage befindet sich die Dauerausstellung mit dem Titel „Erlebnis Ostthüringen“. Hier kann der Besucher mit wenigen Schritten eine Wanderung durch die Naturräume Ostthüringens unternehmen. Ausgehend von den geologischen Grundlagen erlebt er die artenreiche Pflanzen- und Tierwelt der Wälder, Wiesen, Feldfluren und Gewässer „vor der Haustür“. Lebensnah gestaltete Präparate von Tieren und Pflanzen sind ebenso beeindruckend, wie die Nachbildung des bekannten Naturdenkmals „Steinerne Rose“ von Saalburg. Auch geschützte Arten wie Rohrdommel, Uhu oder eine Frauenschuh-Orchidee werden gezeigt – Lebewesen, die in der Landschaft kaum mehr zu finden sind.

Im zweiten Obergeschoss des Hauses stellt das Ausstellungsensemble "Gelehrtenzimmer" die Entwicklung vom Naturalienkabinett zum naturwissenschaftlichen Museum vor. In einem weiteren Raum werden die Minerale Ostthüringens vorgestellt, zu denen auch seltene Funde der Uranerzlagerstätte Ronneburg gehören. Außerdem lädt ein repräsentativer Gesellschaftsraum, der Barocksaal, zu kulturellen Veranstaltungen ein.

Im Höhler unter dem Schreiberschen Haus präsentiert das Museum prächtige Minerale aus aller Welt in der Ausstellung "Das Einmaleins der Minerale - Entstehung, Gestalt und Nutzen". Anhand der farbenprächtigen Exponate thematisiert die Schau allgemeine Aspekte der Mineralogie wie die technische Verwendung von Mineralen, ihre Entstehungsprozesse und ihre Formen und Farben. Einen besonderen Höhepunkt bildet dabei eine Auswahl von Mineralen, die unter ultraviolettem Licht fluoreszieren.

Museum für Naturkunde Gera
Nicolaiberg 3
07545 Gera
Tel.: +49(0) 365 52003

Öffnungszeiten:
Mittwoch bis Sonntag, Feiertag: 12-17 Uhr

Sonderausstellung (28. April bis 15. Oktober 2018)
"Schottland - Land der Saurier, Kilts und Lochs"

Kabinettausstellung (01.Juni bis 11. November 2018)
"Erfolgsgeschichten der Evolution - Organismen heute und vor Jahrmillionen"


MAK Schädlich 1 klein

Im "Ferberschen Haus", einem der eindrucksvollsten historischen Gebäude Geras und einstigem Besitz der Geraer Textilfabrikantenfamilie Ferber, befindet sich seit 1984 das Museum für Angewandte Kunst. Moritz Rudolph Ferber (1805-1875), Kaufmann und bedeutender Mineraloge, erwarb 1843 die Bürgerhausanlage. Das Ferbersche Haus war nicht nur Heimstatt für M.R. Ferber und die Familien seiner drei Söhne, sondern auch kultureller und gesellschaftlicher Treffpunkt. Nach dem Tod Ferbers wurden die Räume der 1. Etage beider Gebäudeteile im historisierenden Stil des späten 19. Jahrhunderts architektonisch völlig umgestaltet. Augenfällig sind die besonders reichen Stuckdecken mit farbigen und vergoldeten Fassungen.
Mit ca. 100.000 Exponaten beherbergt das Museum für Angewandte Kunst eine der umfangreichsten  Sammlungen zu Themen der Angewandten Kunst Thüringens. Zu den profilbestimmenden Sammlungsschwerpunkten gehören die Alltagskultur des 20. Jahrhunderts, Kunsthandwerk, Keramik des 20. und 21. Jahrhunderts, DDR-Grafikdesign sowie Fotografie. Darüber hinaus machen thematische Sonderausstellungen - von Alltagskultur bis zu hochkarätigen künstlerischen Retrospektiven, die die besonderen architektonischen Details das Haus zu einem kulturellen Höhepunkt inmitten der Stadt.

Museum für Angewandte Kunst
Greizer Straße 37
07545 Gera

Tel.: +49(0) 365 8381430

Öffnungszeiten:
Mittwoch bis Sonntag, Feiertag: 12-17 Uhr

Dauerausstellung:
"Art dekó und Funktionalismus"

Aktuelle Ausstellung (27. Juni bis 23. September)
"Tuchfühlung"

Orangerie klein
Das ehemalige Orangen- und Gewächshaus – eine spätbarocke Zweiflügelanlage im Geraer Küchengarten – wurde zwischen 1729 und 1732 im Auftrag des Fürsten Heinrich XVIII. nach Plänen des fürstlich-sächsischen Landesbaumeisters Gottfried Heinrich Krohne erbaut.
Der repräsentative Mittelbau entstand 1748/49. Bereits zwischen 1878 und 1919 wurde die Orangerie dem Geraer Kunstverein für Ausstellungen zur Verfügung gestellt.
Seit 1972 ist sie das Domizil der Kunstsammlung Gera mit über 1000 m2 Ausstellungsfläche.
Nach der notwendigen Sanierung infolge der Hochwasserschäden von 2013 und der Ausstattung mit moderner Klimatechnik wird das Museum 2018 wieder der Öffentlichkeit übergeben.
Im Nordflügel beherbergt das Gebäude die Ausstellung „Otto Dix – Das Spätwerk: Kunst als Sinngebung des Sinnlosen I Der Künstler als Grenzgänger zwischen Ost und West, Abstraktion und Figuration 1943 – 1969“.
Im Südflügel sowie im Mittelpavillon werden wechselnde Sonderausstellungen wie Themenausstellungen mit Gemälden, Arbeiten auf Papier und Plastiken vom Mittelalter bis zur Gegenwart aus den eigenen Sammlungsbeständen und Ausstellungen mit zeitgenössischen künstlerischen Positionen gezeigt.

Kunstsammlung Gera - Orangerie
Orangerieplatz 1
07548 Gera
Tel.: +49(0)365 8384250

Öffnungszeiten:
Mittwoch bis Sonntag, Feiertag: 12-17 Uhr

Dauerausstellung "Otto Dix - Das Spätwerk 1944-1969"
Sonderausstellungen:
"Die Geraer Malerfamilie Reinhold - Kunst des 19. Jahrhundert"
"Volker Regel. Out of Paper, Papierarbeiten und Objekte"

 

Dix Haus

Otto Dix wurde am 2. Dezember 1891 in Untermhaus, einer kleinen Siedlung am Fuße des Schlosses Osterstein geboren. Das Geburtshaus des berühmten Malers und Grafiker Otto Dix besitzt eine der bedeutendsten Dix-Sammlungen mit Werken aus allen Schaffensperioden: von den impressionistischen Anfängen des Volksschülers in der Thüringer Landschaft bis zum letzten Selbstporträt mit Enkelin Marcella aus dem Todesjahr 1969.
Zahlreiche Sachzeugen und Dokumente erzählen vom beschwerlichen, aber auch erfolgreichen Leben des berühmten Ehrenbürgers Geras.
Dix stellte sich oft mit folgenden Worten vor: "Otto Dix, Untermhaus"

Die Kunstsammlung Gera beherbergt 400 Arbeiten auf Papier und Gemälde von Otto Dix und präsentiert neben den eigenen Beständen auch hochrangige Dauerleihgaben der Otto-Dix-Stiftung Vaduz. Die grafische Sammlung umfasst Skizzenbücher aus der Jugendzeit, Aquarelle und Zeichnungen der 20er- und 30er-Jahre sowie das Meisterwerk des Kriegszyklus mit 50 Radierungen (1924) und späte Farblithografien. Einzigartig sind 48 gezeichnete Feldpostkarten aus dem Ersten Weltkrieg. Die Geraer Dix-Sammlung ermöglicht einen charakteristischen und zugleich spezifischen Überblick über die Werke von Otto Dix. 


Otto-Dix-Haus
Mohrenplatz 4
07548 Gera
Tel.: +49(0)365 8324927

Öffnungszeiten:
Mittwoch bis Sonntag,Feiertag 12 - 17 Uhr 

Dauerausstellung:
"Früh- und Spätwerke des Otto Dix"