Stadtmauer klein

Die Geraer Stadtmauer wurde im 15. Jahrhundert gebaut und diente der Verteidigung der Stadt. Die Mauer umschloss das Stadtgebiet mit einer Größe von 11 Hektar. Die fünf Stadttore (Badertor, Leumnitzer Tor, Weidaer Tor, Klotztor, Schlosstor) gewährten den Eintritt ins Stadtinnere. Mit der Erweiterung der Stadtgrenzen und durch das wirtschaftliche Wachstum wurden die Tore und die Mauer im 19. Jahrhundert beseitigt. Die Reste der Mauer mit einem 8 Meter hohen Wehrturm sind heute noch erhalten.

 


 Theater klein  Konzertsaal 2 klein 

Das Theater in Gera wurde 1902 als eines der aufsehenerregenden und modernsten Theater seiner Zeit eröffnet. Der Architekt Heinrich Seeling aus Zeulenroda entwarf es in einem historisierenden Mischstil, die Fassade ist im Stil der Neo-Renaissance gestaltet, wobei die ornamentalen Elemente – vor allem im Inneren des Gebäudes – stark an den Jugendstil verweisen. Eine Besonderheit stellt die Integration zweier Säle in einem Bau dieser Größe dar. Das Theater beherbergt einen Jugendstil geprägten Theatersaal mit 552 Plätzen und einen prunkvollen, vom Neo-Barock beeinflussten Konzertsaal mit 812 Sitzen. Die Verbindung beider durch einen zentralen Foyerturm ist dabei einzigartig.

In den Jahren 2005 bis 2007 wurde das Haus grundlegend saniert, wobei der Anspruch darin bestand, zum einen das bauzeitliche Erscheinungsbild der Architektur wieder herzustellen und zum anderen den technischen Zustand der Bühne auf ein modernes Niveau zu heben. Mit einer Festwoche wurde das Theater dann in neuem, altem Gewand – die Sanierung hatte auch den eigentlichen Sandsteinfarbton des Baus zutage gefördert – pünktlich zur Bundesgartenschau wiedereröffnet und strahlt seitdem in neuem Glanz.

Mit der Fusion des Theaters in Gera und dem Landestheater Altenburg im Jahr 1995 entstand das einzige Fünfspartenhaus im Freistaat, das mittlerweile als Theater&Philharmonie Thüringen firmiert. Mit Musiktheater, Ballett, Schauspiel, dem Philharmonischen Orchester und dem Puppentheater, von traditionellen Stücken der Hochkultur und leichter Unterhaltung über niveauvolle Kinder- und Jugendstücke bis hin zu populären Shows für die ganze Familie bedient es eine Vielzahl von Geschmäckern und Altersklassen und erreicht im Jahr ca. 140.000 Menschen, womit es das Theater in Thüringen mit den höchsten Besucherzahlen ist. Die hervorragenden Ensembles der fünf Sparten sind über die Grenzen Thüringens hinaus bekannt für höchste Qualität und innovative künstlerische Aspekte.

Theater & Philharmonie Thüringen
Theaterplatz 1
07548 Gera

Veranstaltungstickets und Backstageführungen buchen Sie ganz bequem in der Gera-Information | Markt 1a | 07545 Gera | Tel.: 0365 838 11 11  | E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

 

 

Osterstein klein

Das ehemalige Residenzschloss der Reuß jüngere Linie entstand auf dem Gelände einer jungbronzezeitlichen Burgwallanlage. Im Jahr 1234 residierte der Weidaische Reichsvogt Heinrich auf der Burg. Um 1581 wurde die Burg erstmalig mit dem Namen „Osterstein“ bezeichnet. Während eines schweren Bombenangriffes am 6. April 1945 durch anglo-amerikanische Bomber wurde das Schloss zerstört. Heute sind noch der Bergfried aus dem 12. Jahrhundert, einige Gebäude des unteren Schlosses und der seit 2011 restaurierte Schlossgarten erhalten.

Rutheneum Schädlich klein

Im Jahr 1608 wurde das Rutheneum, eine höhere Landesschule, vom damaligen Fürsten Reuß jüngere Linie (Heinrich Posthumus) als Stiftung gegründet. Nach Wilhelm Tschirch, namhafter Komponist und Musiklehrer an diesem Gymnasium im 19. Jahrhundert, wurde auch in Gera eine Straße benannt. Die heutige Schule ist ein Spezialgymnasium für Musik und Sprachen. Seit 1989 besteht der Konzertchor des Rutheneums, der für seine Gesangsleistungen weltberühmt ist und internationale Preise erhalten hat.

Stadtapotheke Schädlich 2 klein

Die Stadtapotheke auf dem Marktplatz ist ein Renaissancebau von 1592. Der eindrucksvolle und reich verzierte Erker wurde im Jahr 1606 angefügt. Die untere Brüstung zeigt zwischen fünf Heiligen die vier Jahreszeiten. Auf der oberen Brüstung sind die Wappen des Geraer Fürstentums Reuß jüngere Linie, sowie der Mutter und der beiden Ehefrauen von Heinrich Postumus dargestellt. Erst ab 1847 befindet sich die Stadtapotheke im Erdgeschoss des Gebäudes. Im ersten Oberschoss organisiert der Kunstverein Gera ständig wechselnde Ausstellungen.