Trinitatis Schädlich 1

Architekt: Simon Reisser

Die Kirche wurde 1609/11 im Stil der Renaissance erbaut und diente längere Zeit als Friedhofskapelle. Sie befand sich außerhalb der Stadtmauern von Gera. 1868/69 erfolgte eine Renovierung. Die Nordseite erhielt eine neugotische Fassade. Erst 1886 erhielt die Kirche den Rang einer Pfarrkirche. Nach dem Abriss der St. Wolfgangs-Kapelle wurde an gleicher Stelle im Jahre 1899 der Kirchturm entsprechend dem Entwurf von Hofbaurat Köberlein errichtet. Am Nordgiebel wurde 1952 der Dachreiter entfernt. Im Folgejahr schlossen Erneuerungsarbeiten im Inneren ab. Eine umfangreiche Restauration fand 1968-1970 statt. Die letzte Außeninstandsetzung erfolgte 1986.

Johanniskirche Schädlich 2 klein

 

Architekt: Lipsius, Krefeld und Hartek (1881-1885)
Material: Backstein

Eine der größten Kirchen der Stadt ist die St. Johanniskirche. Die neogotische Kirche entstand 1881 bis 1884. Sie entstand als Nachfolgebau der 1780 abgebrannten Johanniskirche am Johannisplatz. 1928 fanden erstmalige Renovierungen der Kirche statt. Beim schwersten Bombenangriff am 6. April 1945 wurden das Dach, Fenster und Glasrosetten zerstört. Zwischen 1972 und 1975 fanden Erneuerungen statt. Am 11. Mai 1975 wurde sie wieder eingeweiht. Hervorzuheben sind die Eichenholztüren mit schmiedeeisernen Zierbeschlägen und die Bleiverglasungen in zeittypischen gotisierenden Formen. Im Jahr 1995 wurden restaurierte Sarkophage der Reußenfamilie, darunter die von Heinrich Posthumus und dessen 2. Ehefrau Magdalene, in die Sakristei der Kirche überführt. Die St. Johannis Kirche ist die größte neugotische Backsteinkirche in Mitteldeutschland. Der Turm, einschließlich des Messingkreuzes, ist 70 m hoch. In der Kirche sind über 1200 Sitzplätze vorhanden.

Marienkirche Schädlich 2

 

Die Marienkirche im malerischen Stadtteil Untermhaus wurde ab Ende des 12. Jahrhunderts als Marien-Kapelle errichtet. Im 15. Jahrhundert wurde der Turm, der Altarraum und der älteste Teil des jetzigen Langhauses im spätgotischen Stil erbaut. Das kostbarste Schmuckstück, der Marien-Altar, wurde 1443 geweiht. Im 18. Jahrhundert erfuhr die Kirche eine bauliche Erweiterung im Barock. Nach einem erneuten Umbau erstrahlt diese Kirche in der Spätgotik.

 

Salvator Schädlich 1 klein

 

Die Grundsteinlegung für die barocke Salvatorkirche auf dem Nikolaiberg erfolgte 1717 anlässlich des 200. Reformationsjubiläums. Im Jahr 1903 erfuhr der Innenraum der Kirche eine grundlegende Umgestaltung im Geiste des floralen Jugendstils – eine Seltenheit im europäischen Kirchenbau. Die Saalkirche verfügt über zahlreiche Jugendstilelemente wie die Orgel, der Taufstein, die Türblätter, Kirchenbänke und einen lutherischen Kanzelaltar.