Schingenbrud

Die Holzplastik „Een Schingenbrud for`n Hund“ ist dank von Spenden vieler Geraer Bürger und des Gästeführer Region Gera e.V. neu geschaffen worden.
Nach altem Vorbild wurde die Skulptur vom Holzkünstler Marcus Malik geformt und von zwei Mitarbeitern des FD Stadtgrün farblich gestaltet.
Sie gehört zum Ensemble der drei Gerschen Originale mit „Brummochse“ und „Gerscher Fettgusche“, die in der Florian-Geyer-Straße stehen.
Die Originalfigur „Een Schingenbrud for`n Hund“ wurde 1984 von Volker Wendt geschaffen und von Vera Wendt-Jontschewa farblich gestaltet.
Namensgeber für diese Bezeichnung ist Rudolf Hundt, der bekannte Geraer Lehrer und Hobbygeologe. Er wurde bekannt durch seine beachtlichen Ergebnisse in der Graptolithrenforschung und seinen Forschungen zur allgemeinen Geologie in Ostthüringen.
Rudolf Hundt besaß viel Humor und es gibt einige Anekdoten über ihn. Eine dieser Geschichten war in ganz Gera bekannt:
Rudolf Hundt aß eine zeitlang im Hotel „Schwarzer Bär“ abends regelmäßig ein Brot mit rohem Schinken. Der Kellner bestellte dabei in der Küche regelmäßig „een Schingenbrud for’n Hund“. Der Kaltmamsell fiel das schon lange auf, sie glaubte, dass das Schinkenbrot für einen richtigen Hund bestimmt wäre. Eines Tages sagte sie zu Frau Fischer, der Wirtin: “Mir ham obere en vurnahmen Gost. Dar bestellt for sähnen Hund jeden Ohmd een Schingenbrud, sollj dahn ejelich ooch Gorge druff duhn?“ Ja, Schinkenbrote aß Rudolf Hundt sehr gern und da er offensichtlich davon überzeugt war, dass Schinkenbrote daher zum Angebot jeder Gaststätte gehören müssen, konnte er schon mal laut werden: “Ihr könnt eure Kneipe zumachen, wenn ihr keene Schingenbrude habt“.